Mit Erasmus+ in Warschau

Zwischen klirrender Kälte, bewegender Geschichte und überwältigender Gastfreundschaft wurde der Warschau-Austausch zu einer Reise, die die Teilnehmenden trotz eisiger Temperaturen mitten ins Herz Europas – und tief ins eigene Herz – führte.

„Nehmt Strumpfhosen mit Fell innen mit!“ war eine der Empfehlungen, welche die 15 Teilnehmer*innen am Warschau-Austausch kurz vor der Abfahrt von ihren polnischen Partner*innen bekommen hatten. Grund waren die selbst für die Polen sehr eisigen Temperaturen von -12°C am Tag und -20°C nachts.

Mit dicken Schals und Skihosen ausgestattet, stiegen wir dann am Sonntagmorgen aus unserem Nachtzug in Warschau aus, wo wir von den Austauschpartner*innen, ihren Familien und den Lehrerinnen Elżbieta Dawidziuk und Emilia Jurek herzlich empfangen wurden.

Nach dem Restwochenende in den Gastfamilien begann dann am Montag das offizielle Programm. Beim Empfang in der Schule lernten wir auch die spanische Gruppe aus der Nähe von Sevilla und die französische Gruppe aus der Nähe von Paris kennen. Gemeinsam machten wir einen Rundgang durch die Altstadt, welche nach dem Krieg fast vollständig zerstört war und von Polen anhand von Fotografien wieder originalgetreu aufgebaut wurde. Auch ein Gruppenbild vor dem Palast der Kultur und Wissenschaft, einem „Geschenk“ Stalins, zu welchem die Polinnen und Polen teilweise immer noch ein gespaltenes Verhältnis haben, durfte nicht fehlen.

Passend zu unserem Erasmus-Thema um Demokratiebewegungen in Europa, machten wir am Mittwoch dann einen Ausflug ins Europäische Zentrum der Solidarność nach Danzig. Der packende Rundgang durch die Räume mit Modellen des Werftgeländes, Originalvideos, Installationen und Nachbauten von z.B. einem Verhörzimmer ließ uns tief in die für die europäische Geschichte wichtige Gewerkschafts- und Bürgerrechtsbewegung eintauchen.

Am Donnerstag besuchten wir mit der Gedenkstätte des Konzentrationslagers Majdanek einen Ort, an dem die polnische und deutsche Geschichte auf schmerzhafte Art miteinander verbunden sind. Nach der zweistündigen Führung, welche uns in die schlimmsten Abgründe der Unmenschlichkeit blicken ließ, legte unsere aus vier Nationen bestehende Reisegruppe Blumen am Mausoleum nieder. Elżbieta Dawidziuk fand hierzu die passenden Worte: „Was in der Vergangenheit liegt, kann nicht mehr geändert werden. Wir können nur noch für die Opfer beten. Die gemeinsame Zukunft liegt in unseren Händen.“

Neben den großen Programmpunkten gab es jedoch auch viele kleinere Aktivitäten, bei denen Spaß und Begegnung im Vordergrund standen, z.B. der Besuch eines Trampolinparks, das gemeinsame Cebularz-Backen, das Schlittschuhlaufen oder das Gestalten eigener T-Shirts.
Was unsere Reise nach Polen aber wirklich erinnerungswürdig macht, ist die große Herzlichkeit, mit der wir in den Familien aufgenommen wurden. Ein Wiedersehen ist bei Vielen schon fest geplant – Dziękuję Polska! (Men)

Gruppenbild vor dem Kulturpalast mit allen beteiligten Schüler*innen (aus Deutschland, Polen, Spanien und Frankreich)

Unsere Schüler*innen bei der Übergabe der Erasmus+ – Zertifikate am Ende der Woche

Cebularz-Workshop

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