Hannah Häffner, eine junge Autorin aus Heidelberg, wählte für ihren Roman den Schwarzwald als Schauplatz. Sie erzählte, dass sie als Kind oft im Schwarzwald unterwegs war und für ihren Roman ein fiktives Dorf namens „Wittenmoos“ schuf. Außerdem berichtete sie, dass sie etwa zweieinhalb Jahre an ihrem Roman gearbeitet habe – von Frühjahr 2024 bis Anfang 2025.
Der Roman erzählt die Geschichte von drei Generationen von Frauen, die aufgrund ihrer außergewöhnlichen Größe von der Gesellschaft als „anders“ wahrgenommen werden. Die Erzählung beginnt mit der Lebensgeschichte der späteren Großmutter, Liselotte, in den 1960er Jahren. Sie fühlt sich in dem Dorf unwohl und möchte es verlassen, tut es aber nie. Im Verlauf wird deutlich, dass die Figuren unterschiedlich mit ihrem Anderssein umgehen: Sollen sie in ihrer gewohnten Umgebung bleiben oder, daraus ausbrechen.
Die zentralen Themen des Romans sind Heimat, Anderssein und Familie. Hannah Häffner möchte mit ihrem Roman eine feministische Botschaft vermitteln: Die drei Frauen wollen ihren eigenen Weg gehen, obwohl sie damit anecken. Die Kernbotschaft lautet daher: Jede und jeder sollte den eigenen Weg gehen und sich über Ausgrenzung und gesellschaftliche Erwartungen hinwegsetzen.
Das Thema Heimat behandelt die Autorin mit der Frage: Was ist Heimat überhaupt und wo gehöre ich hin? Für Hannah Häffner ist Heimat etwas Individuelles. Jeder Mensch kann also das als Heimat bezeichnen, was sich für ihn so anfühlt.
Die Autorin war sehr offen für Fragen aus dem Publikum, und diese Antwort ist uns besonders im Gedächtnis geblieben: Hannah Häffner gab uns ihren Profi-Tipp gegen die Angst vor einem leeren Blatt, zum Beispiel bei Klausuren, nämlich einfach loszuschreiben. Außerdem betonte sie, dass es wichtig sei, sich nicht zu stark an anderen Autorinnen und Autoren zu orientieren, um einen eigenen Schreibstil zu entwickeln.
Neben ihrer Tätigkeit als Autorin ist sie Mutter, was ihren Alltag zwar herausfordernd macht, sie aber gleichzeitig inspiriert. Insgesamt wurde deutlich, dass die Lesung nicht nur Einblicke in den Roman gab, sondern auch dazu ermutigte, den eigenen Weg zu gehen.
(Text Roberta Padureanu & Bilder: Charlotte Pesché)


