Voller Freude wurden sie erwartet und dann begrüßt. Es sollten vier Tage voller Kultur und Freundschaft werden.
Zuvor waren die deutschen Schüler*innen in Obernai gewesen und hatten die vielfältige Stadt genießen können. Nun waren die französischen Schülerinnen nach Gengenbach gekommen, um sich dort mit der deutschen Kultur bekannt zu machen und mit ihren Austauschkindern zusammen zu sein. Nach einer fröhlichen Begrüßung machte sich die Truppe auf den Weg, die Kapelle oberhalb von Gengenbach zu besuchen. Die Wanderung war zwar etwas steil und anstrengend, doch dank guter Führung kamen alle unbeschadet oben an. Der Ausblick, der sich dort bot, war wundervoll. Man konnte über die zahlreichen Dächer schauen und die Altstadt entdecken. Nach einer kurzen Pause ging es wieder nach unten, um eine kleine Stadtrallye zu machen, die Gengenbach von der interessanten Seite zeigen sollte.
In der historischen Altstadt angekommen, wurden alle Kinder in Gruppen aufgeteilt, um sich einer Aufgabe nach der anderen zu stellen. Schnell kamen alle Gruppen an ihr Ziel und belohnten sich mit einer leckeren Kugel Eis im Eiscafé Dolomiti. Auf die Prämierung und Preisverleihung der Rallye würden die Kinder aber noch sehr gespannt bis am Freitag warten. Inzwischen war Gengenbach gut belebt und zog jede Menge Touristen an. Alle genossen die Sonne, die sich inzwischen hinter den Wolken hervor geschoben hatte. Zurück an der Schule mussten sich die französischen Schüler*innen voneinander trennen, um mit ihren Gastfamilien den ersten Kontakt zu wagen. Nach einer erholsamen Nacht wurde am nächsten Morgen zuerst die Schule besucht.
Heute durften die Franzosen ein wenig in den deutschen Unterricht schnuppern und so auch das MSG kennenlernen. In einer Doppelstunde wurde sich jedoch noch mal getroffen, nun sollten ein paar Gemeinschaftsspiele den Kindern ermöglichen, sich noch besser kennenzulernen und als Gruppe ins Gespräch zu kommen. Danach wurde der Schulunterricht zum zweiten Mal besucht. Als dann die Glocke gongte, machten sich alle auf den Weg nach Hause, um den Austauschschüler*innen ihren gewohnten Heimweg zu zeigen. Der Nachmittag wurde in den Familien verbracht. Der Freitag wurde ersehnt erwartet. Denn es war weniger ein Kulturaustausch dran, sondern einfach viel Spaß: Am Morgen trafen sich alle in Gengenbach, um dort gemeinsam mit dem Zug nach Gutach zu fahren. Erfreut und gespannt machten sich alle Kinder auf den Weg. Dort wurden dann auch endlich die Preise der Rallye vom ersten Tag vergeben.
Der wundervolle Vogtsbauernhof mit seinen zahlreichen historischen Artefakten wurde besucht. Doch dies war noch nicht alles, danach würden die Kinder die Sommerrodelbahn besuchen. Auf die rasante und aufregende Abfahrt hatten sich alle schon mächtig gefreut. Im Freilichtmuseum erfuhren wir nicht nur interessante Dinge über das Bauernleben, sondern durften auch noch praktisch arbeiten. Trotz Regen wurde begeistert zusammen Butter gemacht, die dann genüsslich verzehrt wurde. Nach einem kleinen Laufen zu der Sommerrodelbahn, erschien vorfreudiges Lächeln auf den Gesichtern, denn man konnte schon die tolle Bahn sehen und die kleinen Wägelchen, die hinunter sausten. Und als hätte das Wetter es geahnt, hörte der Regen auf.
Nach vielen adrenalinreichen Abfahrten machte sich die kleine Truppe wieder auf den Heimweg. Als dann das Wochenende vor der Tür stand, wurde auch endlich das Wetter gut. Viele tolle Ausflüge mit den Familien waren geplant. Doch als sich dann gegen 17.00 Uhr der Abschied näherte, waren auch traurige Gesichter zu sehen. Schließlich wurden alle verabschiedet und fuhren winkend ab. Der Austausch insgesamt war zwar für viele ungewohnt und neu, doch man fand sich schnell zurecht. Neue Menschen und Kulturen wurden zusammengeknüpft. Zahlreiche Sehenswürdigkeiten wurden gesichtet und fremde Gewohnheiten kennen gelernt. Ein sehr erfolgreicher Austausch, den es so hoffentlich noch lange am MSG geben wird. (Lotta Coan, Florentine Meier-Gerwig, Paula Walter)








